
Ob Du was lernst, behalten und wiedergeben kannst, ist weniger eine Frage der Intelligenz, sondern hängt häufig von der Motivation und der Zweckmäßigkeit Deiner Arbeitsweise ab. Es gibt kein verbindliches Rezept, wie optimales Lernen aussieht, dazu spielen zu viele Faktoren — institutioneller, sachlicher, fachlicher, sozialer und persönlicher Art—eine Rolle. Ein Maschinenbauer z.B. geht ein Problem anders an als ein Biologe oder Sozialwissenschaftler; manche arbeiten lieber alleine, andere eher in Arbeitsgruppen.
Trotz dieser Einschränkungen gibt es allgemeine Erfahrungswerte, die sich bewährt haben und auf die hier kurz eingegangen werden soll.
Die Erwartung, dass die Hochschule Dir effektives Lernen und spezielle Arbeitstechniken beibringt, wird nicht erfüllt. Dies mußt Du Dir selbst aneignen. Welches sind nun die wesentlichen Faktoren, die den Lernerfolg bestimmen?
• Die äußeren Rahmenbedingungen und Anforderungen.
• Die eigene Motivation.
• Das persönliche Lernverhalten.
Unter dem Studium ist keinesfalls nur geistige Arbeit zu verstehen. Es genügt nicht, Vorlesungen anzuhören und Bücher zu lesen. So entsteht kein Zusammenhang; Gedanken gehen verloren.
Du behältst oder nimmst auf:
• 20% von dem, was Du hörst,
• 30% von dem, was Du siehst,
• 50% von dem, was Du hörst und siehst,
• 90% von dem, was Du selbst tust.
Der höchste Lerneffekt wird erzielt, wenn Du in einer Vorlesung oder einem Seminar mitschreibst bzw. den Inhalt mit Deinen eigenen Worten wiedergibst. Du solltest auch regelmäßige, tägliche Arbeitszeiten festlegen. Wenn die Zeiten eingehalten werden, hast Du danach ein befriedigendes Gefühl, etwas geleistet zu haben, und Du kannst die Freizeit als solche erleben und genießen.
Neben der täglichen Arbeitszeit müssen die Arbeitsschritte mittel- und langfristig geplant werden. Um dies schriftlich zu fixieren, sind Terminkalender geeignet. So kannst Du auch Deinen Fortschritt überprüfen und eventuelle Korrekturen durchführen.
Zusammenfassung 1. Hochschul- und Wissenschaftsbetrieb kennenlernen. Natürlich klappt nicht immer alles auf Anhieb. Probleme, Arbeitsstörungen und Motivationsverlust treten bei allen Studenten irgendwann auf. Neben vielen anderen Möglichkeiten und Stellen können auch wir bei der Überwindung dieser Probleme behilflich sein.
Um das Studium nicht vollkommen unvorbereitet anzugehen, solltest Du Dich an folgendem Leitfaden orientieren:
2. Eigene Erwartungen und Studienmotivation klären.
3. Überblick über den Lernstoff verschaffen.
4. Arbeits- und Lerntechniken ausprobieren, einen eigenen Arbeitsstil entwickeln.
5. Kopf- und Handarbeit miteinander verbinden: Hören, Lesen, Schreiben, Experimentieren, Diskutieren.
6. Zeitplan aufstellen.